Unverträglichkeitstests

Nahrungsmittelunverträglichkeits-
tests Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen oder Gewichtsverlust sind typische Symptome einer Nahrungsmittelunverträglichkeit. In meiner Praxis führe ich Tests zur Feststellung der folgenden Nahrungsmittelunverträglichkeiten durch:

Fruktose- und Laktose-Intoleranztest (H2-Atemtest)
Glutenunverträglichkeits-Test (Zöliakietest) mithilfe von Antikörpern


H2-Atemtest:
Bei einer Fruktose- oder Laktose-Intoleranz können die betroffenen Zuckermoleküle im Dünndarm nicht richtig absorbiert und verstoffwechselt werden. In Folge gelangen die Zucker in den Dickdarm, wo sie viel Wasser aufnehmen und daher Durchfälle und durch die übermäßige Füllung des Dickdarms Bauchschmerzen auslösen können. Die im Dickdarm physiologischer Weise vorhandenen Bakterien nehmen die Zuckermoleküle auf und verstoffwechseln sie. Durch diesen Prozess können Gase entstehen, welche zu Blähungen führen.

Eines der dabei entstehenden Gase ist Wasserstoff (H2). Dieser wird nach der Bildung durch die Bakterien erneut in den Körper aufgenommen und über die Lunge ausgeatmet. Beim H2-Atemtest nimmt der Patient eine bestimmte Menge Laktose oder Fruktose ein und pustet in definierten Zeitabständen in ein Messgerät, das den Wasserstoffgehalt der Ausatemluft überprüft. Um das Ergebnis nicht zu verfälschen ist es wichtig, dass der Patient mind. 12 Stunden nüchtern ist, nicht geraucht und 4 Wochen vor der Testung keine Antibiotika eingenommen hat. Finden sich nach der Einnahme einer bestimmten Lösung in der Ausatemluft erhöhte Konzentrationen von H2, so kann eine Laktose- oder Fruktoseintoleranz gesichert werden.


Glutenunverträglichkeits-Test:
Glutenunverträglichkeits-Test: Gluten ist ein komplexes Eiweiß, das in vielen Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste oder Hafer und den daraus hergestellten Produkten (z.B. Nudeln, Backwaren, Müsli) vorkommt. Bei der Zöliakie kommt es durch Aufnahme von Gluten zur einer Entzündung der Dünndarmschleimhaut.

Die Folge ist, dass Nährstoffe nicht mehr ausreichend resorbiert werden und es zu Nährstoffmangelzustanden (z.B. Eiweißmangel, Eisenmangel, Vitaminmangel) kommen kann. Dadurch können neben Durchfällen und Blähungen auch Symptome wie Gewichtsverlust, Blutarmut (Anämie) oder Infektanfälligkeit entstehen.

Bei Verdacht auf eine Gluten-Unverträglichkeit wird eine Blutprobe entnommen und auf die Gesamtheit der IgA-Antikörper sowie auf spezifische Antikörper getestet. Ist der Bluttest positiv, so sollte eine Probebiopsie aus dem Dünndarm entnommen werden, um die Diagnose zu sichern. Ggf. kann auch eine Genotypisierung (Gen-Untersuchung) erwogen werden, um eine Zöliakie auszuschließen. Wird eine Glutenunverträglichkeit festgestellt, so besteht die Therapie in einem lebenslangen Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel.

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Nahrungsmittelunverträglichkeitstests bei Hausarzt Stefanie Kühn in Berlin Charlottenburg